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Umso peinigender ist es mir, daß
ich Deinen lieben Brief (ich sehe
mit Schrecken: vom 20. II.) noch
nicht beantwortet habe. Ich legte
ihn damals etwas beiseite, weil
ich die Nachrichten über die Ordnung
Deines Chors (ein paar Tage lang)
abwarten wollte – – u nun sind
ebensoviele Wochen daraus geworden.
Verzeih! [Und gleich bei der Gelegenheit:
Was ist mit dem Chor?] –
Wie begierig wäre ich auf Deine
Ideen von der „andern Bibel“. Wann
werden wir das nun besprechen
können .…. –
Sehr glücklich sind wir, daß es
Mali nun so gut geht. Weiter=
hin alles Gute!
Berg, Alban: Brief an Anton von Webern. Auen am Wörthersee, 17.3.1934