Bettelheim, Anton: Brief an Marie Pölzl. Wien, 16.5.1920
Dazu, verehrteste Frau Gräfin, werd´ ich wiederum Ihren Beistand
als Schutzgeist bedürfen. Ich bin den ganzen Sommer in Wien
u. würde, falls Ihr Weg Sie herführt, gern eine Privat=
Audienz und allerlei Nachträge aus dem Zdislavicer
Familien=Archiv erbitten. Alle Güter=Verschiebungen (Bucsan,
Hostitz, Lissitz, Markowitz) sind mir nur annähernd bekannt.
Gern auch wüßte ich, ob nicht Tagebücher vor 1867
erreichbar wären? Und besonders bitte ich Sie um persönliche
Aufzeichnungen. Während des frühmaligen Besuches von Rom
waren Sie, Ihr Bruder und Ihr Vater mit der Dichterin zusammen
zeitweilig dort. Vielleicht entsinnen sich einzelner Züge. [....]-
[...] und Prof. Löwÿ sprach ich über diese Episode hier. Dazu
die Tagebücher und Briefwechsel geben Aufschluß über die casa
Fleischl, Meÿsenbug, Rickert, Schücking etc.
Haben Sie eine Ahnung, wo das Motiv der „Agave”
zuerst aufstieg?