Bettelheim, Anton: Brief an Marie Renard. Wien, 21.11.1917
Bittere und Böse bleibt dahinter liegen. Wo sind
die, welche einst über Hebbel herfielen!? Und so
wird mein Tag auch noch kommen.
Da wir, Ihre Frau Gemahlin und ich, nun auf
einem Blatt stehen, will ich ihr in 3-4 Wochen
die neue Erzählung schicken, die ihr von Nordsee –
und Nordseekampf in dieser Zeit berichten soll.
Wir hören hier jeden Donner von der See
her; in unserem Landhaus in Barlt klirren
davon die Scheiben.
Ihnen, sehr geehrter Herr Professor, und
Ihrer Frau Gemalin freundliche Grüße.
Gustav Frenssen.
Wien, 21 .XI. 1917.
Verehrte Frau Gräfin! Gestern früh kam zugleich
mit diesem abschriftlich mitgeschickten Brief Frenssens