Blittersdorff, Philipp: Brief an Gustav Gugitz. Ottensheim, 18.6.1914
Es ist selbstverständlich, dass ich mir, schon
wegen meiner jetzt über 3 Monate dauernden Bemü-
hungen um das Ms., namentlich aber um die Konsta-
tierung, ob es wirklich noch unbekannt ist, das
Recht der Herausgabe der Cotta'schen Memoiren wahre,
ob sie jetzt bei Müller oder sonstwo publiziert
werden. Ich hatte bisher schon genug Schreibereien
und Auslagen, um das zu verdienen.
Darf ich somit bitten, verehrter Herr Gugitz,
die Sache mit Herrn Müller und Dr. Ludwig zu be-
sprechen. Hr. Müller möge dann direkt mit Cotta
in Verbindung treten und ihm jedenfalls schreiben,
dass er doch kein Angebot machen könne, sondern
Cotta möge sagen, was er haben wolle. Dann wird
sich schon ein modus vivendi finden, der keinem
von Beiden allzu wehe tut. Jedenfalls aber bitte
ich, dass Sie sich die Memoiren auch zuvor ansehen.
Am besten hier, wenn Sie ohnehin herkommen.
Eine überhetzte deutsche Ausgabe rate ich kei-
nesfalls an: es käme nichts gutes dabei heraus