Städtische Theater in Leipzig
Der Operndirektor
Fernruf 72041
Leipzig, am 13. Nov. 1929.
Herrn
Ernst Krenek,
Wien XIII.
Eitelbergergasse 13.
Sehr verehrter lieber Herr Krenek,
ich bin recht enttäuscht, daß Sie nur, wie Sie schrei-
ben, 2 bis 3 Tage Zeit für Leipzig Ende November haben. Ich werde
nämlich kaum einrichten können, daß ich diese Tage für uns in dem
Maße freihalten kann, wie es mir aus Nützlichkeits- und Annehm-
lichkeitsgründen im gleichen Maße erwünscht ist. Um jene Zeit
fallen nämlich auch verschiedene Engagementsangelegenheiten,
Gastspiele und Orchester-Probespiele, dazu noch ein Gerichts-
termin am 27. November, sodaß es für mich allerhand Abhaltungen
geben wird. Wollen Sie vielleicht von hier aus nach Berlin ?
Also wie gesagt, es wäre mir sehr lieb, wenn Sie ein paar Tage
mehr für Leipzig in petto halten könnten.
Wenn sich nicht alle bösen Theaterteufel dagegen ver-
schwören, so bleibt die Aufführung Ihrer Einakter für den 26.ds.
bestehen.
Falls Sie in Berlin zu tun haben, könnten Sie es doch
vielleicht so einrichten, daß Sie nach einem Aufenthalt dort noch
Der Operndirektor
Fernruf 72041
Leipzig, am 13. Nov. 1929.
Herrn
Ernst Krenek,
Wien XIII.
Eitelbergergasse 13.
Sehr verehrter lieber Herr Krenek,
ich bin recht enttäuscht, daß Sie nur, wie Sie schrei-
ben, 2 bis 3 Tage Zeit für Leipzig Ende November haben. Ich werde
nämlich kaum einrichten können, daß ich diese Tage für uns in dem
Maße freihalten kann, wie es mir aus Nützlichkeits- und Annehm-
lichkeitsgründen im gleichen Maße erwünscht ist. Um jene Zeit
fallen nämlich auch verschiedene Engagementsangelegenheiten,
Gastspiele und Orchester-Probespiele, dazu noch ein Gerichts-
termin am 27. November, sodaß es für mich allerhand Abhaltungen
geben wird. Wollen Sie vielleicht von hier aus nach Berlin ?
Also wie gesagt, es wäre mir sehr lieb, wenn Sie ein paar Tage
mehr für Leipzig in petto halten könnten.
Wenn sich nicht alle bösen Theaterteufel dagegen ver-
schwören, so bleibt die Aufführung Ihrer Einakter für den 26.ds.
bestehen.
Falls Sie in Berlin zu tun haben, könnten Sie es doch
vielleicht so einrichten, daß Sie nach einem Aufenthalt dort noch