Franzos, Ottilie: Brief an Julius Pée. Wien, 17.4.1928
Wien 17. 4. 28
Lieber, verehrter Herr Professor!
Vielen Dank für den schönen Schluß des
schönen Artikels. Ich wäre allerdings für
ein 2. Ex. auch des Anfangs sehr dankbar
und zwar - baldmöglich.
Zwei Bemerkungen darf ich mir er-
lauben: Der Todestag ist nicht der 24.,
sondern der 28. Januar. Zugleich unser
27. Hochzeitstag. Dann: mein Mann hat
mich aus reinster Liebe geheiratet. Ich
war ein ganz armes Mädchen. Ich erhielt
keine Mitgift, nur Wohnungseinrichtung
und persönliche Ausstattung. Erbe fiel mir
auch keines zu. Hingegen darf ich wohl
sagen, daß ich aus sehr guter Familie
bin. Noch in seinen letzten Phanta-
sien sagte mein Mann: "Das war
mein Glück, daß ich das vornehme