Fraungruber, Hans: Billett an Max von Millenkovich-Morold. Wien, 17.6.1928
Ich selbst winde mich während der Stunden, in denen ich mich
an die Pulver nicht gewöhnen will, zähneknirschend und
gottergeben in der treuen Nervenqual. Vielleicht
wirds in Berg- und Waldluft besser. Jetzt trösten mich Arbeit,
Lesen und Radio, Gehen tut weh. Aber unterkriegen
läßt sich der Steirer nicht. Kommt meine Frau gesünder
heim, dann atme ich auch auf.
Ich danke Dir für Deine stets beglückende Freundschaft,
die ich unendlich hoch schätze.
Mit herzlichen Grüßen bzw. Handküssen
Dein
treuer
Hans Fraungruber
Wien,
17. Juni 28.