Glaser, Adolf: Korrespondenzkarte an Marie von Ebner-Eschenbach. Freiburg, 18.9.1914
die Frage, der sich Niemand entziehen
kann, mag auch das Vertrauen in die
Erfolge felsenfest begründet sein. -
Die Novellette "Vielleicht" hat mir
eine belletristische Arbeit aus den Mo=
nachtsheften ins Gedächtniß zurückgerufen,
die "Schwarze Melancholie" hieß, von
E. M. Vacano war und die Sage
vom Vampyr behandelte. Es ist wohl
fünfig Jahre her und nur der düstere
Hintergrund erinnerte mich daran -
vielleicht ganz ohne eigentlichen Grund.
Ich würde sehr dankbar sein, wenn
Ew. Exc. mich recht bald durch eine Nach=
richt erfreuen wollten. MIr selbst geht
es gut. Wir leben hier dem westlichen
Grenz-Schauplatz recht nahe.
Ew. Excellenz
stets treu ergebener
A. Glaser
Freiburg (B)
18. 9. 14.
Beau Séjour