Greinz, Rudolf: Korrespondenzkarte an Franz Karl Ginzkey. München, 4.6.1919
Lieber, verehrter Herr Ginzkey!
Herzlichsten Dank für Ihre beiden köstlichen
Erinnerungen, bei deren Lektüre ich hellauf
und laut lachen mußte. Das gleiche Vergnügen
werden sie jedenfalls allen anderen Lesern
bereiten. Zur Sicherheit schreibe ich Ihnen eine
eingeschriebene Postkarte, da rekomm. Briefe
von hier nach Oesterreich nicht zulässig sind.
Für die von Ihnen geleitete „Deutsche Dichtung“
erlaube ich mir Ihnen gleichzeitig als eingeschr.
Drucksache eine kleine Geschichte zum Zweit=
druck zu senden. Dieselbe ist in keinem
meiner Bücher enthalten, schon vor Jahren
erschienen, für Zweitdruck nicht verwer=
tet worden u. dürfte daher so gut wie
verschollen sein. (Erschien s. Z. in der
„Münchn. Zeitung“„Die Propyläen“) Groteske u. Humor
habe ich leider gegenwärtig gar nichts ٪