Hanak, Anton: Brief an Helene Koenig. Winkelsdorf, 18.9.1919
Die unglücklichen Hände streben noch
immer, wollen weiter arbeiten, dem We
Werk den Schliff geben. Wer verleihet E
euch diese rastlose Kraft, da ich selbst so
oft verzage, da ich nicht weiter kann?
Wohl formt ihr Alles anders als ich mir
vorgenommen, verdränget meinen Ge
Geist, ihr kennt mich nicht wen euere
Zeit gekommen. Seid ihr näher mit Gott
verbunden, als Jener der sich brüstet i
in Seinem Reich gewesen zu sein, der u
uns droht dorthin zurück zu kehren?
Ihr seid mächtiger als wir Alle je geahnt
haben, wir haben Euch missverstanden
da ihr uns führen wolltet. Jetzt ist wie=
der Euere Zeit gekommen, ihr werdet
Alles gut machen, die Mängel des Geis=
tes verwischen, ihr werdet ein neues
Paradies schaffen.
AH
Winkelsdorf 19. September 1919