Ein trockenes Stück Brot und es muss uns ge=
nügen Thee soll es erst wieder geben wen
das Kind mit dem goldenen Antlitz kom
kommt. Jetzt bin ich wirklich zum Einsied=
ler geworden, nicht einmal der Postbote k
kommt mehr. Ist es so wie ich es immer
gewünscht oder nicht ganz so? Wer wird
mir diese Frage richtig beantworten ~ ?
Heute habe ich wieder nach Hoffmann ge=
fahndet und fürchte dass Er krank ist. S
Sonst sieht die Welt recht traurig aus
und weiss ich nicht was besser ist; Das Le=
ben oder das Sterben. Ich muss wohl n
noch hier bleiben und fertigarbeiten ~,
das goldene Antlitz muss noch eine lange
Zeit scheinen damit es um mich nicht zu
finster ist sonst sehe ich nichts zur Arbeit
sonst fehlt mir die Wärme. Langsamm
übermannt es mich wie ein Frösteln doch
tröste ich mich damit dass die Sonne
endlich wieder scheinen wird und mich
nicht aus stosst. Zugetragen hat sich gar
nichts, geschrieben hat mir R.P. aus G
Graz. Natürlich wieder sehr fürsorg=
lich und gebietend, versönlich und krie
gerisch. Aber ich fürchte nichts als das
die Sonne längere Zeit nicht scheinen w
wird. Doch wir dürfen nicht ungedul=
dig werden und hoffe und harren ~~
Herzlichste Grüsse. Wirklich verbrennen!
nügen Thee soll es erst wieder geben wen
das Kind mit dem goldenen Antlitz kom
kommt. Jetzt bin ich wirklich zum Einsied=
ler geworden, nicht einmal der Postbote k
kommt mehr. Ist es so wie ich es immer
gewünscht oder nicht ganz so? Wer wird
mir diese Frage richtig beantworten ~ ?
Heute habe ich wieder nach Hoffmann ge=
fahndet und fürchte dass Er krank ist. S
Sonst sieht die Welt recht traurig aus
und weiss ich nicht was besser ist; Das Le=
ben oder das Sterben. Ich muss wohl n
noch hier bleiben und fertigarbeiten ~,
das goldene Antlitz muss noch eine lange
Zeit scheinen damit es um mich nicht zu
finster ist sonst sehe ich nichts zur Arbeit
sonst fehlt mir die Wärme. Langsamm
übermannt es mich wie ein Frösteln doch
tröste ich mich damit dass die Sonne
endlich wieder scheinen wird und mich
nicht aus stosst. Zugetragen hat sich gar
nichts, geschrieben hat mir R.P. aus G
Graz. Natürlich wieder sehr fürsorg=
lich und gebietend, versönlich und krie
gerisch. Aber ich fürchte nichts als das
die Sonne längere Zeit nicht scheinen w
wird. Doch wir dürfen nicht ungedul=
dig werden und hoffe und harren ~~
Herzlichste Grüsse. Wirklich verbrennen!
Wien 30. Oktober 1918
Pavillon des Amateurs.