Die unsichtbare Macht ist rasend geworden i
ich habe nichts mehr zu lenken und gebieten
ich fühle dass ich nur das Werkzeug bin. Der
Gipfel der Eitelkeit ist überschritten ich s
selbst bin nicht mehr. Was mir jetzt befohlen
wird ich kann nichts verantworten. Ihr h
habt mich ein Leben lang zur Unterthänig=
keit gezwungen ~ mich immer besiegt jetzt
fühle ich den Sturm der Rache~ die nicht
aus meinem Herzen stammt. Die Unsichtbare,
die Unerbittliche! Mein Auge sieht die Welt
anders ~ meine Hand fühlt keine Ergebenheit
mehr. Aus mir heraus strebt die Gewalt die
ich selbst beherrschen konnte ~ aus mir heraus
schlagen Flammen die bisher nur in mir b
brennen durften. Fliehet mich Ihr, die Ihr an m
mich glaubet ich bin es nicht der so hier r
rasend wird. Nicht in die Knie sinken werde
ich mehr können, alles zum Gebet erheben, nein,
ich fürchte mich nicht mehr und vollbringe o
ohne zu prüfen, mir ist nichts mehr heilig. Hei=
lig im Sinne der Unnahbarkeit. Durchdrin=
gen und nichts verschonen da Alles durch den
Sturm nur lebt durch die Zerstörung auf
ersteht. Welch grausamme Erkenntniss hat mi
mich so überwältigt welch schreckliches En=
de steht mir bevor. So tobet ihr Stürme und
lässt mich nicht rasten, zerstört und zwingt
mich aufzurichten. In diesem wilden Getriebe
muss ich untergehen ~ höhret mich Ihr treu-
en Hüter und fliehet solange es noch Zeit ist ~.
Grausamm empfinde ich diesen jüngsten Beginn
schrecklich ahne ich die Zukunft. Versuchet ni
nicht mich zu retten ~ lasst mich den wahren
Todt suchen.
Winkelsdorf 3. September 1918
Landhaus Primavesi.
A~H~~
ich habe nichts mehr zu lenken und gebieten
ich fühle dass ich nur das Werkzeug bin. Der
Gipfel der Eitelkeit ist überschritten
selbst bin nicht mehr. Was mir jetzt befohlen
wird
habt mich ein Leben lang zur Unterthänig=
keit gezwungen ~ mich immer besiegt jetzt
fühle ich den Sturm der Rache
aus meinem Herzen stammt. Die Unsichtbare,
die Unerbittliche
anders ~ meine Hand fühlt keine Ergebenheit
mehr. Aus mir heraus strebt die Gewalt die
ich selbst beherrschen konnte ~ aus mir heraus
schlagen Flammen die bisher nur in mir b
brennen durften. Fliehet mich Ihr, die Ihr an m
mich glaubet
rasend wird. Nicht in die Knie sinken werde
ich mehr können, alles zum Gebet erheben, nein,
ich fürchte mich nicht mehr und vollbringe o
ohne zu prüfen, mir ist nichts mehr heilig. Hei=
lig im Sinne der Unnahbarkeit. Durchdrin=
gen und nichts verschonen da Alles durch den
Sturm nur lebt
ersteht. Welch grausamme Erkenntniss hat mi
mich so überwältigt
de steht mir bevor. So tobet ihr Stürme und
lässt mich nicht rasten, zerstört und zwingt
mich aufzurichten. In diesem wilden Getriebe
muss ich untergehen ~ höhret mich Ihr treu-
en Hüter und fliehet solange es noch Zeit ist ~.
Grausamm empfinde ich diesen jüngsten Beginn
schrecklich ahne ich die Zukunft. Versuchet ni
nicht mich zu retten ~ lasst mich den wahren
Todt suchen.
Winkelsdorf 3. September 1918
Landhaus Primavesi.