u. nun gar fällt dir ein solches Himmelsge=
schenk unerwartet, unverdient, in den Schoß,
wie das holde Wunder, u. du willst noch
immer nicht an dein Glück glauben, faselst
von Tücke des Geschicks, u. zweifelst wei=
ter u. zagst! Werde doch endlich gescheit!“-
Tom aber entgegnet: „Well roared, lion!
Aber so dumm bin ich denn doch nicht, daß ich
jetzt meine Dummheit, die mir immer
nur Glück gebracht, ablegen wollte; jetzt,
wo ich mehr als je Glück brauche! Jetzt
bleibe ich erst recht, wie ich immer war.
Selig sind die Armen im Geiste, denn
ihrer ist das Himmelreich.“-
„Ich an sich“, in der Logik schmählich geschlagen,
brummt ärgerlich (hat auch Shakespeare gele=
sen): „Ist's Dummheit, so ist's doch Methode!“
26. IX. In voller sincerity habe ich Ihnen im
Obigen geschildert, wie ich in meinem
Innersten über die Aussichten unse=
rer wundervollen Freundschaft
denke, was ich konkret hoffe. Nie
habe ich ein weites Ziel gehabt, nie
Pläne auf über 1-2 Monate hinaus ge=
macht, immer gewartet, was das
Schicksal bringt u. immer nur er=
wogen, was ich jetzt tun muß,
was die Folge davon sein kann u.
was ich in dem oder jenem Falle
dann tun werde. Auch beim Schachspiel
habe ich nie mehr als 2-3 Züge in
voraus durchgedacht u. mich seiner=
zeit gewundert, daß ich damit aus=
komme u. soviel Erfolg hatte.
schenk unerwartet, unverdient, in den Schoß,
wie das holde Wunder, u. du willst noch
immer nicht an dein Glück glauben, faselst
von Tücke des Geschicks, u. zweifelst wei=
ter u. zagst! Werde doch endlich gescheit!“-
Tom aber entgegnet: „Well roared, lion!
Aber so dumm bin ich denn doch nicht, daß ich
jetzt meine Dummheit, die mir immer
nur Glück gebracht, ablegen wollte; jetzt,
wo ich mehr als je Glück brauche! Jetzt
bleibe ich erst recht, wie ich immer war.
Selig sind die Armen im Geiste, denn
ihrer ist das Himmelreich.“-
„Ich an sich“, in der Logik schmählich geschlagen,
brummt ärgerlich (hat auch Shakespeare gele=
sen): „Ist's Dummheit, so ist's doch Methode!“
26. IX. In voller sincerity habe ich Ihnen im
Obigen geschildert, wie ich in meinem
Innersten über die Aussichten unse=
rer wundervollen Freundschaft
denke, was ich konkret hoffe. Nie
habe ich ein weites Ziel gehabt, nie
Pläne auf über 1-2 Monate hinaus ge=
macht, immer gewartet, was das
Schicksal bringt u. immer nur er=
wogen, was ich jetzt tun muß,
was die Folge davon sein kann u.
was ich in dem oder jenem Falle
dann tun werde. Auch beim Schachspiel
habe ich nie mehr als 2-3 Züge in
voraus durchgedacht u. mich seiner=
zeit gewundert, daß ich damit aus=
komme u. soviel Erfolg hatte.