Haus, Anton von: Brief an Lucia von Fries-Skene. Pola, 19.12.1916 - 23.12.1916
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20.XII. An die zwei Bilder knüpft sich das Er=
lebnis eines Wunders, eines wahr=
haftigen Wunders. Mein Gemütszu=
stand in der madness konnte den Herren,
besonders Rodler, nicht verborgen blei=
ben, da ich bei der Mittagstafel wie=
der nicht den Mund aufgetan, spra=
chen die andern auch nichts. Zum
schwarzen Kaffee brachte Linhart,
wie gewöhnlich, die über Mittag ein=
gelangten Depeschen, die R. verlas.
Dann wieder Schweigen. Ich hörte
L. etwas flüstern. Er reichte R. den
kleinen stereoskopischen Apparat,
durch den wir hie u. da Aufnahmen
maritimer Natur betrachten, R.
reichte ihn mir, ohne zu reden. Ich
dachte natürlich an Aufnahmen vom
Kaiserbesuch, richtete den Apparat
gegen die grell leuchtende elektrische
Lampe u. schaute hinein. Da standen
Sie vor mir u. schauten mich lächelnd
an! Wie ein Gebild aus Himmelshöhen!
Plastisch, das weiße Gewand über=
gossen von grellem Sonnenlicht (im Apparat