Hawel, Rudolf: Brief an Moritz Necker. Wien, 13.6.1914
auf mich einen hochst günstigen Einfluß aus.
Ich habe meinem Buchhändler schon den Auftrag
geben, mir meine dram. Werke zu besorgen.
Da dies seinem Ausspruche nach erst in circa
14 Tagen möglich sein wird so sende ich Ihnen
unterdes meine eigenen Bücher. Ein Bote wird
sie morgen bei Ihnen deponieren!
Das Deutsche Volkstheater hat den „Reichen
Ähnl" zur Aufführung für den nächsten Ok=
tober angenommen. Der Vertrag wurde
gestern unterfertigt.
Mir wäre es nicht im Schlafe eingefallen,
daß dies jemals möglich sein könnte. Wie
kommen die Waldkinder aus der Komödie
in die Salonluft des Deutschen Volkstheaters?
Also nochmals recht innigen Dank! Herz=
lich freue ich mich schon auf das stillfrohe Stünd=
chen, das ich demnachst mit Ihnen verbringen
werde!
Mit besten Grüßen Ihr ergebenster
R. Hawel.