Wien, den 15. Mai 1915
Hochverehrter Herr Doktor!
Ihre gütigen Worte sind mir in der
traurigen Widerwart meiner Verhältnisse
von umso größeren Werte. Ich habe ja
wirklich viel gearbeitet, aber "meine
Verdienste blieben im Stillen", da ich nach
meinem Wesen nicht für mich Reklame
machen kann und meine Verleger (Bonz,
Duncker und Bibliogr. Institut) dies auch
nicht im gebotenen Maße tun. Bisher habe
ich doch wenigstens von meiner Arbeit
anständig, wenn auch bescheiden leben
können, und das war mir völlig genug.
Auch jetzt möchte ich nichts anderes, als mir
durch irgendeine Tätigkeit so viel erwerben,
dass ich nicht genötigt bin, Gastfreundschaft
zu beanspruchen, unter wie liebenswürdigen
Hochverehrter Herr Doktor!
Ihre gütigen Worte sind mir in der
traurigen Widerwart meiner Verhältnisse
von umso größeren Werte. Ich habe ja
wirklich viel gearbeitet, aber "meine
Verdienste blieben im Stillen", da ich nach
meinem Wesen nicht für mich Reklame
machen kann und meine Verleger (Bonz,
Duncker und Bibliogr. Institut) dies auch
nicht im gebotenen Maße tun. Bisher habe
ich doch wenigstens von meiner Arbeit
anständig, wenn auch bescheiden leben
können, und das war mir völlig genug.
Auch jetzt möchte ich nichts anderes, als mir
durch irgendeine Tätigkeit so viel erwerben,
dass ich nicht genötigt bin, Gastfreundschaft
zu beanspruchen, unter wie liebenswürdigen