Wien, den 11. Mai 1915
[Andere Hand mit Bleistift:] Hauser Otto
Hochverehrter Herr Doktor!
Mit einem gewaltsamen Bruch ist mein
unklares Mentor=Verhältnis im Hause
von Hofrat Dr. Richard Schaukals Schwester,
das diese Dame zu einem erotischen
Verhältnis mit mir zu missbrauchen ge=
sucht hat, gelöst worden. Ich wohne jetzt
bei meinem Freunde Pfarrer Dr. Entz. Noch
in letzter Zeit hat mir Prof. Dr. Josef
Redlich eine Ehrengabe von 400 Kronen
gewidmet, die mir wieder ein Stück
weiterhilft. Prof. Redlich war noch durch
Dr. Herzl auf mich aufmerksam gemacht
worden. Fürs nächste kann ich zu Frau
Marie Stona auf ihr Schloss Strzebowitz
gehn; ich bin seit langem eingeladen.
[Andere Hand mit Bleistift:] Hauser Otto
Hochverehrter Herr Doktor!
Mit einem gewaltsamen Bruch ist mein
unklares Mentor=Verhältnis im Hause
von Hofrat Dr. Richard Schaukals Schwester,
das diese Dame zu einem erotischen
Verhältnis mit mir zu missbrauchen ge=
sucht hat, gelöst worden. Ich wohne jetzt
bei meinem Freunde Pfarrer Dr. Entz. Noch
in letzter Zeit hat mir Prof. Dr. Josef
Redlich eine Ehrengabe von 400 Kronen
gewidmet, die mir wieder ein Stück
weiterhilft. Prof. Redlich war noch durch
Dr. Herzl auf mich aufmerksam gemacht
worden. Fürs nächste kann ich zu Frau
Marie Stona auf ihr Schloss Strzebowitz
gehn; ich bin seit langem eingeladen.