Wien, den 18. März 1915
Hochverehrter Herr Doktor!
Es ist außerordentlich gütig von Ihnen,
dass Sie noch an mich denken. Natürlich
wäre ich äußerst dankbar, wenn Sie mir
eine Ehrengabe von Herrn Dr. Sieghart
verschaffen könnten. Denn der Krieg hat
mich völlig lahm gelegt; ich habe keine
Aussicht und keine Möglichkeit, etwas
zu verdienen. Wie es nach dem Kriege
sein wird, weiß ich ja auch noch nicht. Festigt
sich die chauvinistische Stimmung, so bin ich
mit meiner Vergangenheit so gut wie
ausgeschaltet; meine ganze bisherige Arbeit
war umsonst. Vielleicht findet sich in Berlin
eine kleine Stellung, die mir wenigstens
das Leben fristet. Jetzt ist auch in Berlin
Hochverehrter Herr Doktor!
Es ist außerordentlich gütig von Ihnen,
dass Sie noch an mich denken. Natürlich
wäre ich äußerst dankbar, wenn Sie mir
eine Ehrengabe von Herrn Dr. Sieghart
verschaffen könnten. Denn der Krieg hat
mich völlig lahm gelegt; ich habe keine
Aussicht und keine Möglichkeit, etwas
zu verdienen. Wie es nach dem Kriege
sein wird, weiß ich ja auch noch nicht. Festigt
sich die chauvinistische Stimmung, so bin ich
mit meiner Vergangenheit so gut wie
ausgeschaltet; meine ganze bisherige Arbeit
war umsonst. Vielleicht findet sich in Berlin
eine kleine Stellung, die mir wenigstens
das Leben fristet. Jetzt ist auch in Berlin