Wien, den 18. Dez. 1915.
Hochverehrter Herr Doktor!
Nach langer Zeit erlaube ich mir, Ihnen
Nachricht von mir zu geben. Ich bin seit 16.
Nov. Kriegsfreiwilliger mit Einjährigen=
abzeichen beim Infanterie-Regiment No. 76
in Wien und werde jetzt abgerichtet. Man
hat keine bessere Verwendung im Dienste
der Allgemeinheit für den Mann meines
Schaffens, als, ihm Gewehrgriffe einzupau=
ken. Das heißt man: rationelle Aus=
nützung aller vorhandenen Kräfte.
Ich erhalte für je 10 Tage 4 Kronen Löhnung
und 13 K. 20 Menagegeld, die aber vollständig
für „interne“ Zwecke aufgehen. Herr Dr. Bettel=
heim hat mir 200 Mk. von der Schiller=
stiftung verschafft; sie trafen eben heute ein
Hochverehrter Herr Doktor!
Nach langer Zeit erlaube ich mir, Ihnen
Nachricht von mir zu geben. Ich bin seit 16.
Nov. Kriegsfreiwilliger mit Einjährigen=
abzeichen beim Infanterie-Regiment No. 76
in Wien und werde jetzt abgerichtet. Man
hat keine bessere Verwendung im Dienste
der Allgemeinheit für den Mann meines
Schaffens, als, ihm Gewehrgriffe einzupau=
ken. Das heißt man: rationelle Aus=
nützung aller vorhandenen Kräfte.
Ich erhalte für je 10 Tage 4 Kronen Löhnung
und 13 K. 20 Menagegeld, die aber vollständig
für „interne“ Zwecke aufgehen. Herr Dr. Bettel=
heim hat mir 200 Mk. von der Schiller=
stiftung verschafft; sie trafen eben heute ein