Wien, den 25. Nov. 1914.
Hochvehrehrter Herr Doktor!
Sie sind außerordentlich gütig, dass Sie
sich meiner erinnern. Aber ich hatte ja von
Anfang an keine Hoffnung, dass Sie mich
bei einem Blatte oder sonstwie würden unter=
bringen können. Die Zeit ist schwer, alles
wird eingeschränkt. Herr Doktor Bettelheim,
der - jetzt neben Ihnen - der einzige ist, der
sich für mich einsetzt und bemüht (der
Verlag meiner Erzählungen, Wolf Bonz & Co.
in Stuttgart, hat mich schändlich im Stiche
gelassen), hat mir einige Summen vom
Schillerverein erwirkt, so dass ich, zu nächst
wenigstens, noch nicht Freundes Hilfe in
Anspruch nehmen muss. Dichter schicksal.
Ein Beitrag zur deutschen Literaturgeschichte.
In Hochschätzung und Verehrung
Ihr ergebener
Otto Hauser.
Wien XIX Hohe Warte
Fürfangg. 1
Hochvehrehrter Herr Doktor!
Sie sind außerordentlich gütig, dass Sie
sich meiner erinnern. Aber ich hatte ja von
Anfang an keine Hoffnung, dass Sie mich
bei einem Blatte oder sonstwie würden unter=
bringen können. Die Zeit ist schwer, alles
wird eingeschränkt. Herr Doktor Bettelheim,
der - jetzt neben Ihnen - der einzige ist, der
sich für mich einsetzt und bemüht (der
Verlag meiner Erzählungen, Wolf Bonz & Co.
in Stuttgart, hat mich schändlich im Stiche
gelassen), hat mir einige Summen vom
Schillerverein erwirkt, so dass ich, zu nächst
wenigstens, noch nicht Freundes Hilfe in
Anspruch nehmen muss. Dichter schicksal.
Ein Beitrag zur deutschen Literaturgeschichte.
In Hochschätzung und Verehrung
Ihr ergebener
Otto Hauser.
Wien XIX Hohe Warte
Fürfangg. 1