Rudolf Hawel
Wien
XVIII/1, Gentzgasse 55
Wien, 30. Oktober
1914
Lieber Freund!
Die freundlichen Worte, die Du mir an=
fäßlich meiner Vorlesung im N. Wr Tagblatt
widmetest, waren für mich der einzige Er=
folg dieser Veranstaltung. Mein damals
beginnender Katarrh hat sich infolge
der Vorlesung aber ganz riesenhaft entwickelt,
ich brachte tagelang kein halbwegs verständ=
liches Wort hervor, fühlte mich überhaupt recht
krank darnach. Das ist auch die Ursache,
warum ich Dir erst heute schreibe
Im Deutschen Volkstheater haben sie
schon die Rollen zum „Reichen Ähnl" be=
setzt. Ich möchte gerne mit Dir, der
Du die Schauspieler weit besser kennst
als ich, der nie ein Theater besucht, eini=
ge Worte über die Besetzung reden.
Vielleicht nächste Woche?
Mit den herzlichsten Grüßen bin ich
Wien
XVIII/1, Gentzgasse 55
Wien, 30. Oktober
1914
Lieber Freund!
Die freundlichen Worte, die Du mir an=
fäßlich meiner Vorlesung im N. Wr Tagblatt
widmetest, waren für mich der einzige Er=
folg dieser Veranstaltung. Mein damals
beginnender Katarrh hat sich infolge
der Vorlesung aber ganz riesenhaft entwickelt,
ich brachte tagelang kein halbwegs verständ=
liches Wort hervor, fühlte mich überhaupt recht
krank darnach. Das ist auch die Ursache,
warum ich Dir erst heute schreibe
Im Deutschen Volkstheater haben sie
schon die Rollen zum „Reichen Ähnl" be=
setzt. Ich möchte gerne mit Dir, der
Du die Schauspieler weit besser kennst
als ich, der nie ein Theater besucht, eini=
ge Worte über die Besetzung reden.
Vielleicht nächste Woche?
Mit den herzlichsten Grüßen bin ich