VILLA TRIBSCHEN, LUZERN.
24. August 1915.
Hochverehrte Direktion,
Ein seltsames Verhängnis will es anscheinend
nicht haben, daß ich Ihren sehr schmeichelhaften
Einladungen für einige Vorträge Folge leiste.
Während ich sonst im Winter gewöhnlich meine
Überseereisen unternehme, zwingen mich die
unglücklichen KriegsVerhältnisse wohl diesmal in
Europa zu bleiben, so daß ich wohl nach dem herrlichen
Wien statt wie gewöhnlich im Sommer auch im
Winter kommen könnte. Nun sind es wieder die
Verhältnisse an der Gränze, die eine Weiterfahrt
verhindern. Gesetzt den Fall Sie würden mich für
bestimmte Tage ankündigen, und ich reiste
mit meinen Lichtbildern richtig von hier ab, dann
könnte es sich so treffen, daß die Gränze wegen
Truppenverschiebungen oder aus anderen Ursachen
gerade um diese Zeit gesperrt würde, wie es mir erst
kürzlich an der deutschen Gränze passirte. Es wäre
möglich, daß ich wie dort, so auch in Wien erst nach
24. August 1915.
Hochverehrte Direktion,
Ein seltsames Verhängnis will es anscheinend
nicht haben, daß ich Ihren sehr schmeichelhaften
Einladungen für einige Vorträge Folge leiste.
Während ich sonst im Winter gewöhnlich meine
Überseereisen unternehme, zwingen mich die
unglücklichen KriegsVerhältnisse wohl diesmal in
Europa zu bleiben, so daß ich wohl nach dem herrlichen
Wien statt wie gewöhnlich im Sommer auch im
Winter kommen könnte. Nun sind es wieder die
Verhältnisse an der Gränze, die eine Weiterfahrt
verhindern. Gesetzt den Fall Sie würden mich für
bestimmte Tage ankündigen, und ich reiste
mit meinen Lichtbildern richtig von hier ab, dann
könnte es sich so treffen, daß die Gränze wegen
Truppenverschiebungen oder aus anderen Ursachen
gerade um diese Zeit gesperrt würde, wie es mir erst
kürzlich an der deutschen Gränze passirte. Es wäre
möglich, daß ich wie dort, so auch in Wien erst nach