Hopfen, Hans: Brief an Josef Lewinsky. Misdroy, 27.8.1868
des Poems zu Nichte geschliffen werden
wird, so glaub' ich nunmehr das Einreichen bei der Ge-
neralintendanz für überflüssigen Zeitverlust
achten zu müssen. – Um so größeres Inte-
resse hat nun für mich Laube's Kennerurteil.
Mensch ist Mensch u. so werden Sie mich nicht
der Selbstüberschätzung zeihen, wenn ich heute noch
nicht gleich alle freundlichen Gedanken über
„Aschbr. i. B.“ faren lasse u. mit der Hoffnung
liebäugle, Laube, der manchem Neuling auf
den Brettern mit Rat u. Tat aufgeholfen,
fände vielleicht auch hier nicht alle
Mühe verloren u. auch dieß Stück cultur-
fähig. – Dem sei aber nun wie's mag,
in jedem Fall bitt' ich Sie um reinen
Wein!