Die Schaubühne
Herausgeber: Siegfried Jacobsohn
Redaktion
Charlottenburg, den 15. II. 1918
Dernburgstrasse 25
Fernsprecher: Wilhelm 1943
Sehr verehrter Herr Kraus,
von Kurt Wolff kommt der beiliegende Brief.Jch ergänze ihn dahin, daß nach meinen
Jnformationen die Vorträge noch immer dem Polizeipräsidium zur Zensur eingereicht
werden müssen. Wenn Sie mich diese Einreichung vornehmen lassen, so wird es glatter
gehen als bei irgendwem. Der Saal des Architektenhauses wird nicht mehr vermietet.
Am besten wäre der Klindworth=Scharwenka-Saal ,in den fünfhundertfünfzig Personen
hineingehen. Genügen diese Auskünfte? Dann schreiben Sie mir, ob Sie überhaupt
kommen können und wollen, welche Zeit Jhnen die liebste ist, wie viele Abende
Sie wünschen, wie Sie sich die Programme denken - und geben Sie mir freundlichst
die Ermächtigung, die Sache gemeinsam mit Essigmann zu arrangieren. Sollte er
nicht mehr in Berlin sein, so bringe ichs auch allein zustande.
Mit herzlichen Grüßen
Jhr
Siegfried Jacobsohn
Herausgeber: Siegfried Jacobsohn
Redaktion
Charlottenburg, den 15. II. 1918
Dernburgstrasse 25
Fernsprecher: Wilhelm 1943
Sehr verehrter Herr Kraus,
von Kurt Wolff kommt der beiliegende Brief.Jch ergänze ihn dahin, daß nach meinen
Jnformationen die Vorträge noch immer dem Polizeipräsidium zur Zensur eingereicht
werden müssen. Wenn Sie mich diese Einreichung vornehmen lassen, so wird es glatter
gehen als bei irgendwem. Der Saal des Architektenhauses wird nicht mehr vermietet.
Am besten wäre der Klindworth=Scharwenka-Saal ,in den fünfhundertfünfzig Personen
hineingehen. Genügen diese Auskünfte? Dann schreiben Sie mir, ob Sie überhaupt
kommen können und wollen, welche Zeit Jhnen die liebste ist, wie viele Abende
Sie wünschen, wie Sie sich die Programme denken - und geben Sie mir freundlichst
die Ermächtigung, die Sache gemeinsam mit Essigmann zu arrangieren. Sollte er
nicht mehr in Berlin sein, so bringe ichs auch allein zustande.
Mit herzlichen Grüßen
Jhr
Siegfried Jacobsohn