Jaksch, Friedrich: Brief an August Sauer. Bilin, 31.8.1918
Hat nicht Goethe so sogar gesprochen, wenn
Eckermann schreibt: „Jch anbete in der
Sonne das Licht....“?
„Züngelnde Flammen hinüberzuckten
nach ihr..“ Hier ist der Klang und das
Bild nicht voll erreicht. Hier will ich
trennen.
„Ein heißes Verlangen aufwallte in
mir...“ Muß ich es auch hier tun? Jch
will Jhnen folgen, wenn ich Unrecht
habe, aber es täte mir leid um den
Quell.
Auch ich bin ein Gegner der Weglassung
des unbestimmten Artikels und tat
es nur um in der rasenden Stimmung
am Schlusse des IX. K. nicht aufzuhalten,
im Gegenteil, um den Eindruck des
Zerrissenen zu geben, und auch hier
nur an drei Stellen.
„Faust zuckte auf, Schrei erstickte.“ Hier
will ich „Eine“ u. „Ein“ setzen.
„Auf zog ich gegen ihn - taumelte - lachte -
Sinne schwanden - lachte - schwanden -
schwanden....“ Hier will ich ihn nicht
setzen, der Grund hiefür liegt offen.
„ Auf zog ich gegen ihn..“, nicht: ich zog
gegen den Spiegel auf.., auch nicht:
Aufzog ich..., sondern: Auf (!) zog ich - -
und sehe dabei die Faust geschwungen.