Innerkofler, Adolf: Brief an Richard von Kralik. Kirchschlag, 14.8.1919
Und nun zu meiner 3. Auflage! Es ist mein
fester, bestimmter Wille, sie innert 9 Mo=
naten herauszubekommen. Und ich rechne auf
Ihre feste Mithilfe, sonst wär´ es mir freilich
unmöglich. -
Und nun lachen Sie mich aus, Herr Dr. ! Gleich im
folgenden muß ich um Hilfe bitten: Es ist mir mein
Handexemplar der 2. Auflage weggekommen. Noch
vor etwa 6 Wochen habe ich es gehabt und mit
Notizen versehen. Nun dürfte ich es einmal ver=
borgt haben und, wie es mir mit etwa 30 an=
deren Büchern geschah, wurde es wahrscheinlich
einfach nicht zurückgestellt und - ich weiß nicht
mehr, wem ich es verliehen habe. - Es ist halt
meine elende Schlamperei. Von der 1. Auflage
habe ich noch 3 Exemplare, von der zweiten
gar keines, wie ich nun zu meinem Schrecken
gewahre. Darum meine große Bitte: haben Sie
noch ein Übriges, bitte ich darum; oder viel=
leicht wissen Sie, wo ich noch eines erhalten
kann; sonst muß ich bitten, mir das Ihre
wenigstens zu borgen, damit ich daraus
handschriftlich die 1. Auflage ergänze. Das
ist meine erste Bitte.
2.) bitte ich um die nötigen Notizen
über alle Bücher, die von Ihnen seit
der 2. Aufl. meines Büchleins erschienen
sind. Die meisten habe ich im eigenen
Besitze, auf jeden Fall aber nicht alle.
3. Mein dann etwas bis Oktober
fertiggestelltes Manuscript werde ich treulich
Ihnen zu nochmaliger Durchsicht vorlegen.
Selbverständlich nehme ich die Besprechungen
sehr gerne auf. Ich frage nun an: soll dies