Hfors.
Mont. 26 Jnr. 1914
Wien 21.1.14
Lieber u. verehrter Freund
Ich möchte Ihnen durch ein Paar
Zeilen, mehr gestattet mir die Zeit
jetzt nicht Mitteilung davon machen
daß mein Mann seit Freitag Nacht (16/17)
schwer krank ist u. in großer Lebens-
gefahr schwebt. Ich hätte Ihnen gern
gespart von dieser Erkrankung zu hören
um Sie nicht aufzuregen u. Ihnen Schmerz
zu bereiten - da ich aber nicht weiß
ob wir ihn uns werden erhalten
können, so scheint es mir richtiger Ihnen
die Sachlage mitzuteilen u. Sie vor-
zubereiten, falls wir uns von ihm
trennen müßten. Es grüßt Sie in
Liebe u. Freundschaft u. hoffentlich sehen
Sie ihn doch noch wieder.
Ihre Margarete Jodl
Sorgen Sie nicht um
Ihre Angelegenheiten es ist
Alles auf's Beste geordnet.
Mont. 26 Jnr. 1914
Wien 21.1.14
Lieber u. verehrter Freund
Ich möchte Ihnen durch ein Paar
Zeilen, mehr gestattet mir die Zeit
jetzt nicht Mitteilung davon machen
daß mein Mann seit Freitag Nacht (16/17)
schwer krank ist u. in großer Lebens-
gefahr schwebt. Ich hätte Ihnen gern
gespart von dieser Erkrankung zu hören
um Sie nicht aufzuregen u. Ihnen Schmerz
zu bereiten - da ich aber nicht weiß
ob wir ihn uns werden erhalten
können, so scheint es mir richtiger Ihnen
die Sachlage mitzuteilen u. Sie vor-
zubereiten, falls wir uns von ihm
trennen müßten. Es grüßt Sie in
Liebe u. Freundschaft u. hoffentlich sehen
Sie ihn doch noch wieder.
Ihre Margarete Jodl
Sorgen Sie nicht um
Ihre Angelegenheiten es ist
Alles auf's Beste geordnet.