Kalbeck, Max: Brief an Rudolf Holzer. Wien, 18.11.1918
Wien 18. Nvbr. 1914.
Sehr geehrter Herr Holzer!
Erst heute kann ich Ihnen für
Ihre „Stille Musik“ danken, denn
erst heute habe ich die Lektüre Ihres
Schauspiels beendet. Es in einem
Zuge zu lesen, war mir unmöglich.
Da ich nicht wohl bin und leicht
ermüde, dazu tausend überflüssige
Geschäfte zu erledigen habe - was
wäre auch notwendig in dieser Zeit!? -
schob ich meinen Mangel an Ausdauer
auf diese und andere äußere Gründe.