Kalbeck, Max: Brief an Franz Karl Ginzkey. Wien, 27.7.1916
und die fescheste Kapelle spielte. Wie
schwelgte mein Ohr im schneidigen Zusammen-
klange der Geigen, des picksüßen Hölzls
mit Guitarre und Harmonika, wie
hüpfte mein Herz im Dreivierteltakte
altsteirischer, aus graugoldigen Tagen der
Vorzeit heraufwehender Ländler, und
wie dufteten junger Wein mit Flieder
und Jasmin um die Wette!
Seit ich meine Organe alle einzeln zu
fühlen bekomme, bin ich nicht mehr soviel
Herr meiner Gesamtheit, um mir eine
derartige gesundheitspolizeiwidrige Abschwei-
fung ins Romantische erlauben zu dürfen.
Von jenen himmlischen Gartengenüssen