Kienzl, Hermann: Brief an Wilhelm Kienzl. Wilmersdorf bei Berlin, 22.8.1915
vorschlug, da war es mir vor allem
darum zu tun, dem nach meinem
Empfinden unwürdigen Zustand
ein Ende zu machen, der Mama
zwang, um jede Deckung
ihrer trotzallem bescheidenen
Daseinsbedürfnisse von Fall
zu Fall zu bitten. Ich dachte
vielleicht auch: der vor seinen
Geschwistern in hohem Maß durch
Besitz begünstigte Sohn werde
sich die Freude u. das Recht
nicht beeinträchtigen lassen,
die liebe Sorge allein zu
tragen, die im äußersten Fall
doch keineswegs seinen Kapital=
besitz vermindern würde.
Jedenfalls war ich aber bereit,
falls dem nicht so wäre, meinen
festgesetzten Teil pünktlich zu
leisten. Dann kam der Krieg und