Kienzl, Hermann: Brief an Wilhelm Kienzl. Wilmersdorf bei Berlin, 10.1.1915
die eisernen Umstände versagen's.
Ich kann jetzt u. wahrscheinlich
noch lange in aussichtslos mageren
Zeiten das Geld nicht aufbringen.
So denkt gut an mich am 17.
und am 21. Januar!
Da - beiliegend - der
kleine lyrische Stimmungshauch:
als Gedicht ist's ein Nichts,
aber möglicherweise löst es
in Dir Musik aus. Doch Du
bist jetzt, wie ich gelesen habe,
mitten in der neuen Oper. -
Oskar Blumenthal (ausgerechnet
der!) frug mich gestern, ob
bei Dir mit einem Operntext
etwas zu machen sei. Ich
sagte: nein.
Sei umarmt! Dein
getreuer
Hermann.