Kienzl, Hermann: Brief an Wilhelm Kienzl. Wilmersdorf bei Berlin, 9.10.1915
die Subsistenz meiner Familie nur
einen Bruchteil darstellt
(obwohl andere den Gerichts=
vollzieher allein schon für
einen Räuber des Schlafes
halten ...), zermalmt mich
der Gedanke, daß unsere
fast achtzigjährige Mutter
darbt.
Ich schicke ihr heute telegra=
phisch, was ich im Hause habe
und was ich noch zusammen
gekratzt hatte, um es
Floh mitzugeben, wenn er
etwa, was droht, in den
nächsten Tagen als einäugiger
Soldat sollte einbezogen
werden.
Nimm diese Zeilen, wie