HERMANN KIENZL
Fernsprech-Amt Pfalzburg 5492
Berlin-Wilmersdorf, den 4./7 1917.
Berliner Straße 10.
Liebe Henny!
Dein letzter Brief - er traf sehr
spät nach dem Aufgabetag ein - hat
mich besonders ergriffen. Ich
antwortete so lange nicht,
weil ich Dir eingehend schreiben
wollte. Dazu fand ich aber
in schwerer Arbeitsnot, Sorgen
aller Art, seelischer und
körperlicher Verstimmung keine
Muße. Inzwischen kam mir
zu kühlerem Bewußtsein, daß
vorläufig die Aussprache über
vieles, das auszusprechen
wäre, den Zweck verfehlen
würde. Daß Du auf mich,
auf meinen besten, aber recht
ohnmächtigen Willen zählen
kannst, das weißt Du ja.
Fernsprech-Amt Pfalzburg 5492
Berlin-Wilmersdorf, den 4./7 1917.
Berliner Straße 10.
Liebe Henny!
Dein letzter Brief - er traf sehr
spät nach dem Aufgabetag ein - hat
mich besonders ergriffen. Ich
antwortete so lange nicht,
weil ich Dir eingehend schreiben
wollte. Dazu fand ich aber
in schwerer Arbeitsnot, Sorgen
aller Art, seelischer und
körperlicher Verstimmung keine
Muße. Inzwischen kam mir
zu kühlerem Bewußtsein, daß
vorläufig die Aussprache über
vieles, das auszusprechen
wäre, den Zweck verfehlen
würde. Daß Du auf mich,
auf meinen besten, aber recht
ohnmächtigen Willen zählen
kannst, das weißt Du ja.