Redaktion der Monatsschrift „Oesterreich - Deutschland“
Zentralorgan des Oesterreichisch-Deutschen Volksbundes - Heim ins Reich-Verlag
Telefon Moabit 684 Berlin NW 40, Schloss Bellevue Postscheckkonto 85657
Berlin, den 31.Juni 1925.
Herrn
Professor Dr. Wilhelm Kienzl
Bad Aussee/Steierm.
Lärchenreith.
Lieber Bruder!
Jch komme Dir mit einer sehr dringenden Bitte. Jm September
ist der 100.Geburtstag von Johann Strauß. Es versteht sich, daß wir die
se Glorie Oesterreichs für unsere Zeitschrift einfangen müssen. Jch
bringe einige nichtbekannte ausgezeichnete Bilder von Strauß und aus
seinem alten Wiener Milieu. Für das Feuilleton aber suche ich einen
Aufsatz, der nicht länger als 100 Druckzeilen sein und nicht etwa eine
umständliche Biographie enthalten, sondern nur in markanten Zügen die
Bedeutung des Walzerkönigs für Wien, das deutschösterreichische Volks-
tum und das deutsche Volk überhaupt klarstellen soll. Jch frage Dich,
öb Du unter Deinen älteren Arbeiten etwa irgendetwas hast, das in
diesem Sinne verwendet werden könnte oder ob Dich der Gegenstand viel-
leicht so erfreut, daß Du in kurzen Zeilen ein Strauß-Denkmal errich-
test. Jedenfalls bitte ich Dich um umgehenden Bescheid. Jch müßte das
Manuskript womöglich schon am 15.August spätestens am 20.August in
Händen haben.
Jn der morgen erscheinenden August-Nummer ist nun endlich
das Feuilleton von Specht über Dich abgedruckt.
Mit herzlichen Grüßen
Dein
Hermann.
Zentralorgan des Oesterreichisch-Deutschen Volksbundes - Heim ins Reich-Verlag
Telefon Moabit 684 Berlin NW 40, Schloss Bellevue Postscheckkonto 85657
Berlin, den 31.Juni 1925.
Herrn
Professor Dr. Wilhelm Kienzl
Bad Aussee/Steierm.
Lärchenreith.
Lieber Bruder!
Jch komme Dir mit einer sehr dringenden Bitte. Jm September
ist der 100.Geburtstag von Johann Strauß. Es versteht sich, daß wir die
se Glorie Oesterreichs für unsere Zeitschrift einfangen müssen. Jch
bringe einige nichtbekannte ausgezeichnete Bilder von Strauß und aus
seinem alten Wiener Milieu. Für das Feuilleton aber suche ich einen
Aufsatz, der nicht länger als 100 Druckzeilen sein und nicht etwa eine
umständliche Biographie enthalten, sondern nur in markanten Zügen die
Bedeutung des Walzerkönigs für Wien, das deutschösterreichische Volks-
tum und das deutsche Volk überhaupt klarstellen soll. Jch frage Dich,
öb Du unter Deinen älteren Arbeiten etwa irgendetwas hast, das in
diesem Sinne verwendet werden könnte oder ob Dich der Gegenstand viel-
leicht so erfreut, daß Du in kurzen Zeilen ein Strauß-Denkmal errich-
test. Jedenfalls bitte ich Dich um umgehenden Bescheid. Jch müßte das
Manuskript womöglich schon am 15.August spätestens am 20.August in
Händen haben.
Jn der morgen erscheinenden August-Nummer ist nun endlich
das Feuilleton von Specht über Dich abgedruckt.
Mit herzlichen Grüßen
Dein
Hermann.