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seltenen Erfolg einer 100. Auf-
führung zu erzielen so glücklich
war! Ich habe Vertrauen in
Sie und kann es nicht glauben,
dass Sie mich enttäuschen werden.
Gott, bin ich breit geworden!
Nicht bös' sein Ihrem herz-
lich ergebenen
Wilh. Kienzl
P.S.
Bitte, meinen Handkuss an Ihre
verehrte Frau Gemahlin zu ent-
richten, ebenso wärmste Grüße
an Sie beide von meiner Frau.
seltenen Erfolg einer 100. Auf-
führung zu erzielen so glücklich
war! Ich habe Vertrauen in
Sie und kann es nicht glauben,
dass Sie mich enttäuschen werden.
Gott, bin ich breit geworden!
Nicht bös' sein Ihrem herz-
lich ergebenen
Wilh. Kienzl
P.S.
Bitte, meinen Handkuss an Ihre
verehrte Frau Gemahlin zu ent-
richten, ebenso wärmste Grüße
an Sie beide von meiner Frau.
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II. (5. Juli 1919).
Die ganze Anlage des Werkes
fordert eine große, glänzende
Bühne. Dazu kommt, dass
die Jeritza eine der allerbesten
Vertreterinnen der weiblichen
Hauptrolle ist. Sie creïrte
sie seinerzeit an der Wiener
Volksoper. Es wäre ein sicherer
Erfolg, was ja auch etwas wert
ist, wenn man ein Werk ins Reper-
toire nimmt; denn die Wiener
sind, wie die 104 Aufführungen an
der Volksoper beweisen, ganz när-
risch darauf. Andererseits
ist die Zahl der Aufführungen
an der Volksoper kein Hinder-
nis im Sinne der „Abgespielt-
heit” des Werkes in Wien; denn
der „Evangelimann” ist der spre-
chendste Beweis, dass ein einge-
II. (5. Juli 1919).
Die ganze Anlage des Werkes
fordert eine große, glänzende
Bühne. Dazu kommt, dass
die Jeritza eine der allerbesten
Vertreterinnen der weiblichen
Hauptrolle ist. Sie creïrte
sie seinerzeit an der Wiener
Volksoper. Es wäre ein sicherer
Erfolg, was ja auch etwas wert
ist, wenn man ein Werk ins Reper-
toire nimmt; denn die Wiener
sind, wie die 104 Aufführungen an
der Volksoper beweisen, ganz när-
risch darauf. Andererseits
ist die Zahl der Aufführungen
an der Volksoper kein Hinder-
nis im Sinne der „Abgespielt-
heit” des Werkes in Wien; denn
der „Evangelimann” ist der spre-
chendste Beweis, dass ein einge-