Kienzl, Wilhelm: Brief an Nina Kienzl. Bad Aussee, 25.9.1915
des Klavierauszuges gemacht.
Freue mich schon darauf, Dir mein
fertiges Werk vorzuspielen.
Sei nicht traurig, liebe Mama u.
lass' Dich innig umarmen von Deinem
treuen Sohne
Wilhelm.
[Handschrift v. Lili Kienzl:]
Liebe Mama!
Sei guten Mutes; es wird gewiß
alles besser werden, als Du denkst.
Wir haben einen herrlichen
Nachsommer, den wir im Verein
mit unserer guten Henny
dankbarst in vollen Zügen
genießen. Es freut mich, daß
auch Du einen so schönen, un=
getrübten Sommer verlebt hast.
Man soll sich wirklich schöne Stun=
den unseres Daseins nicht mit
trüben Gedanken in die Zukunft
verbittern lassen. Mit herzlichem
Gruß Deine stets aufrichtige Lili.
[Handschrift v. Henny Bauer:]
Sehr verehrte Mama Kienzl,
Auch von mir ein inniger Handkuss. Wie
viel Schönes habe ich hier genossen, wie dankbar
bin ich dafür. Ich hoffe innigst bald Deine gütigen Hände
küssen zu dürfen. Sehr ergeben Henny