DEUTSCHES
KÜNSTLER-THEATER SOZIETÄT
G. m. b. H.
DIREKTOR WILLY GRUNWALD
Binz, 11. Juli 1914.
Hochverehrtester Herr Doktor,
nehmen Sie meinen aufrichtigsten Dank für Ihre große Liebenswürdigkeit entgegen, mit
der Sie sich selbst bemühten, mir einen aufklärenden Brief zu senden. Ich bin seit drei Tagen hier
im Seebad und Ihr freundl. Schreiben wurde mir heute aus Berlin nachgesandt. Ich habe sofort
an den Verlag Erich Reiss Ihre Adresse und den Auftrag telegraphiert, Ihnen unverzüglich
ein Exemplar des Romanes zugehen zu lassen. Wenn Sie, hochverehrter Herr Doktor, das
Buch selbst besprechen wollten, würde ich natürlich überglücklich sein; ich zweifle gar
nicht, daß es Ihnen gefallen wird, denn es steckt sehr viel Ehrlichkeit und sehr viel
Arbeit darin, und ich weiß genau, daß Sie das zu erkennen wissen. Aber auch Willy Handl
ist gewiss gerne zur Besprechung bereit.
Was Ihr Fräulein Tochter anlangt, ist sie mir im Theater allgemein als höchst
talentiert geschildert worden, und ich freue mich sie ja bald kennen zu lernen. Wie sich
meine eigene Stellung im Theater gestalten wird, kann ich noch nicht sagen, aber jedenfalls
würde ich mich glücklich schätzen, wenn ich Ihrem Fräulein Tochter irgendwie dienlich
oder gar nützlich sein könnte. Ich stehe bis jetzt mit allen Mitgliedern der Direktion
auf dem allerbesten Fuße, speziell mit meinem Landsmann, dem Oberregisseur
Zavřel verkehre ich sehr herzlich. Wenn also Ihr Fräulein Tochter irgendeine
Intervention braucht - an mir wird es gewiss niemals fehlen.
KÜNSTLER-THEATER SOZIETÄT
G. m. b. H.
DIREKTOR WILLY GRUNWALD
Binz, 11. Juli 1914.
Hochverehrtester Herr Doktor,
nehmen Sie meinen aufrichtigsten Dank für Ihre große Liebenswürdigkeit entgegen, mit
der Sie sich selbst bemühten, mir einen aufklärenden Brief zu senden. Ich bin seit drei Tagen hier
im Seebad und Ihr freundl. Schreiben wurde mir heute aus Berlin nachgesandt. Ich habe sofort
an den Verlag Erich Reiss Ihre Adresse und den Auftrag telegraphiert, Ihnen unverzüglich
ein Exemplar des Romanes zugehen zu lassen. Wenn Sie, hochverehrter Herr Doktor, das
Buch selbst besprechen wollten, würde ich natürlich überglücklich sein; ich zweifle gar
nicht, daß es Ihnen gefallen wird, denn es steckt sehr viel Ehrlichkeit und sehr viel
Arbeit darin, und ich weiß genau, daß Sie das zu erkennen wissen. Aber auch Willy Handl
ist gewiss gerne zur Besprechung bereit.
Was Ihr Fräulein Tochter anlangt, ist sie mir im Theater allgemein als höchst
talentiert geschildert worden, und ich freue mich sie ja bald kennen zu lernen. Wie sich
meine eigene Stellung im Theater gestalten wird, kann ich noch nicht sagen, aber jedenfalls
würde ich mich glücklich schätzen, wenn ich Ihrem Fräulein Tochter irgendwie dienlich
oder gar nützlich sein könnte. Ich stehe bis jetzt mit allen Mitgliedern der Direktion
auf dem allerbesten Fuße, speziell mit meinem Landsmann, dem Oberregisseur
Zavřel verkehre ich sehr herzlich. Wenn also Ihr Fräulein Tochter irgendeine
Intervention braucht - an mir wird es gewiss niemals fehlen.