Kralik, Richard: Brief an Joseph Eberle. o.O., 24.2.1927
wirren Zeit das Wichtigste ist. Ich verlange
von Dir in Deinem eigenen Interesse, daß
Du mich doch als Deinen Mitarbeiter im
vollsten Sinn des Wortes betrachtest, nicht
als ein „Unterläufl“ als eine „Tipp-
mamsell“. Du kannst meine Sachen
kritisieren, sie mir als unbrauchbar
zurückgeben. Aber wenn Du einen anderen
Kralik haben willst als mich, so zwingst
Du mich, mich auch nach einem andern
Eberle umzuschauen als nach dem alten, den
ich kenne, liebe, verehre, dem ich mich
von jeher zu Diensten gestellt habe als
meinem völlig kongenialen Versteher
in vollkommener Gesinnungsbruderschaft.
Richard Kralik