Kralik, Richard: Brief an die Verlagsanstalt Tyrolia. Wien, 11.2.1916
Wien 11. 2. 16.
An die Verlagsanstalt Tyrolia.
Soeben war der hochw. Herr Innerkofler bei mir und hat
mir mitgeteilt, er habe mit Ihnen manches über
die von mir geplante Gesamtausgabe gesprochen. Da
ich diesen Punkt in meinem heutigen Brief vom Vormittag
nicht erwähnt habe, teile ich noch folgendes mit:
Es ist nicht notwendig, daß die Bestände bei Alber
von einem neuen Verlag angekauft werden. Ein neuer
Verlag kann einfach die 5 Bände der Gesamtausgabe
bei Alber fortsetzen, ohne sich um ihn zu kümmern,
oder er kann, wenn ihm das lieber ist, von jenem unter-
brochenen Versuch der Auflage ganz abstehen und
in irgend einem andern Zusammenhang eine Reihe
von Büchern drucken. Das ersehen Sie aus dem Vertrag
mit Alber. Ich habe diesen Vertrag absichtlich so
frei gehalten, damit ich nicht gewissenloser Weise den
Verleger in ein weit aussehendes Unternehmen hetze,