und ein stilles Geschehen seelenvoll schildert: „Maria im Fels“.
Ich glaube, daß ich da viel Heimatliebe und Ergriffenheit im
Schicksal zweier Menschen geschildert habe, was dem Leser
nahe kommen muß. Wenn ich das Buch bei Staackmann
herausbringen könnte, wäre ich sehr glücklich.
Vielleicht raten Sie mir, ob ich heuer oder nächstes Jahr
dort Aussicht hätte. Auch eine kleine, heitere Ehestandsgeschich=
te aus dem Biedermeier würde sich für Staackmann eignen.
Unlängst lernte ich in der Schriftsteller-Genossenschaft Herrn
Strobel kennen. Ich hatte mir ihn ganz anders vorgestellt.
Wann kommen Sie wieder nach Wien? Ich möchte Sie so
gerne sehen. Im Sommer werde ich wieder einen Monat im
Zillertal verbringen. Meine Tochter verlobt sich mit einem
jungen Dr. Jur. aus Mayrhofen. Vor zwei Jahren schrieb ich
dort einen Tiroler Roman, der bei der Tyrolia erscheinen
dürfte. Er liegt noch beim Lektor, noch wurde darüber
nicht entschieden.
Ich hoffe, daß Sie, lieber Herr Ginzkey wohlauf sind. Bitte Ihrer
Frau Gemahlin von mir verehrungsvolle Grüße zu bestellen.
Es grüßt Sie in alter Verehrung und dankbarer Hochschätzung
Ihr sehr ergebener
H.C.Kosel
Wien 16. April 1925
Ich glaube, daß ich da viel Heimatliebe und Ergriffenheit im
Schicksal zweier Menschen geschildert habe, was dem Leser
nahe kommen muß. Wenn ich das Buch bei Staackmann
herausbringen könnte, wäre ich sehr glücklich.
Vielleicht raten Sie mir, ob ich heuer oder nächstes Jahr
dort Aussicht hätte. Auch eine kleine, heitere Ehestandsgeschich=
te aus dem Biedermeier würde sich für Staackmann eignen.
Unlängst lernte ich in der Schriftsteller-Genossenschaft Herrn
Strobel kennen. Ich hatte mir ihn ganz anders vorgestellt.
Wann kommen Sie wieder nach Wien? Ich möchte Sie so
gerne sehen. Im Sommer werde ich wieder einen Monat im
Zillertal verbringen. Meine Tochter verlobt sich mit einem
jungen Dr. Jur. aus Mayrhofen. Vor zwei Jahren schrieb ich
dort einen Tiroler Roman, der bei der Tyrolia erscheinen
dürfte. Er liegt noch beim Lektor, noch wurde darüber
nicht entschieden.
Ich hoffe, daß Sie, lieber Herr Ginzkey wohlauf sind. Bitte Ihrer
Frau Gemahlin von mir verehrungsvolle Grüße zu bestellen.
Es grüßt Sie in alter Verehrung und dankbarer Hochschätzung
Ihr sehr ergebener
H.C.Kosel
Wien 16. April 1925