K: K: HOF=BURG
THEATER DIRECTION
Wien, d. 9. März 1856
Durch die Honorarfrage
erschweren Sie mir's recht
ohne Noth, liebes Fräulein. Am Ende
kommt es uns nicht auf etwas
mehr an; aber Ihr Anspruch befremdet.
Es sei also, wie Sie wünschen: 500
Gulden für fünf Abende.
Nothwendig ist es aber, daß
Sie in den ersten Tagen des Mai
eintreffen, da Frau Baÿer den
5. schon schließt, u. Ihre Jeanne
also /was hier Jedermann für das
glücklichste Ereigniß einer Debu
tantin erklärt, da der Jeanne allein
aller Beifall zufällt/ spätestens
am 4. gespielt sein muß.
Richten Sie sich also energisch da-
rauf ein, u. geben Sie mir gefälligst
Bescheid, ob es in Ordnung.
Mit besten Wünschen für Ihr Wohl
Ihr ergebener
Laube.
Frl. Gossmann.
THEATER DIRECTION
Wien, d. 9. März 1856
Durch die Honorarfrage
erschweren Sie mir's recht
ohne Noth, liebes Fräulein. Am Ende
kommt es uns nicht auf etwas
mehr an; aber Ihr Anspruch befremdet.
Es sei also, wie Sie wünschen: 500
Gulden für fünf Abende.
Nothwendig ist es aber, daß
Sie in den ersten Tagen des Mai
eintreffen, da Frau Baÿer den
5. schon schließt, u. Ihre Jeanne
also /was hier Jedermann für das
glücklichste Ereigniß einer Debu
tantin erklärt, da der Jeanne allein
aller Beifall zufällt/ spätestens
am 4. gespielt sein muß.
Richten Sie sich also energisch da-
rauf ein, u. geben Sie mir gefälligst
Bescheid, ob es in Ordnung.
Mit besten Wünschen für Ihr Wohl
Ihr ergebener
Laube.
Frl. Gossmann.