Liebenwein, Maximilian: Korrespondenzkarte an Richard von Schaukal. Wien, 13.9.1914
Die Zeichnung bitte ich Dich zum Andenken zu behalten.
Mit dem vorgeschlagenen Honorar von 150 M bin
ich einverstanden, nur kann das Geld jetzt nicht
geschickt werden, da der Postanweisungsverkehr
nach Bayern bis auf weiteres eingestellt ist. -
Mit der Zeichnung schreibe ich Dir dann
ausführlich. Ob ich ins Feld ziehen darf, weiß ich
noch immer nicht. Doch finde ich schon ein
wenig mehr Ruhe zur Arbeit, und zur Lektüre.
(Nibelungenlied und Liliencron. sonst vertrage ich jetzt
nichts. höchstens ein paar Seiten Faust.) Mit herzlichen
Grüßen verbleibe ich Dein alter
Maximilian Liebenwein.