Liebenwein, Maximilian: Brief an das Dennerschen Konversationslexikon. Im Felde, 10.7.1916
Sezession. 1901 verheirathet mit Frau Anna Liebenwein, geb. Essigmann. (2 Söhne). 1909 übersiedelt
nach Wien, seither in den Wintermonaten in Wien, im Sommer in Burghausen. Im Juni 1915 rückte
er freiwillig als reitender Ordonnanzoffizier ein. Während des Feldzuges (12/7 1915) starb seine Frau. -
Werke: 4 Legenden (1899) „Der gestiefelte Kater” (Privatbesitz Hamburg) (Zyklus (1900) „Die Gänsemagd” (Privatbesitz Berlin) (Zyklus)
1902, „St. Jörg, eine fromme Märe” (Privatbesitz, Schloss Ziadlowitz in Mähren) Zyklus (1904) | „Kalender” (1904) (dzt in der „Albertina” in Wien)
„König Drosselbart” Zyklus (1906) „Dornröschen (Zyklus)(1905), Fries in der Linzer Sparkasse 1907-
1908, „Die Verlobung Giselhers” im Schillerschen Hause in Linz (1910.) „Anbetung der Könige" (1902)
in der oesterr Staatsgalerie in Wien. „Marias Gang übers Gebirge” 1910, Staatsgalerie Wien. „Rosenwunder
der hl. Elisabeth” Landesgalerie in Linz. „Meerweiber” Landesgalerie Graz, u.s.w.
zahlreiche graphische Blätter, meist Steinzeichnungen, darunter etwas 90 Exlibris.
Ziele: Strenge Zeichnung, verbunden mit den Erfahrungen moderner Farbenanschauung
(Logik der Farbe) - Rein persönliche Kunst ohne fremde Vorbilder, daher Deutsch-
Werthschätzung des handwerklichen Theiles der Kunst, denn je besser man das Handwerk
beherrscht, desto vollkommener kann man ausdrücken, was der Geist erdacht. ―
Mit dem Ausdrucke vorzüglicher Hochachtung
Maler Maximilian Liebenwein, Lstltn.
dzt. reitender Ordonnanzoffizier des 17. Korpskommandos.
Feldpost 200.