L. Lobmeyr
Wien
Telephon 8969.
Werthes Fräulein!
Gestern schrieb ich über Ansuchen
des Herrn Diretor Probst an Ihre
Excellenz die Frau Baroninn Ebner daß
man an betreffender Stelle allen Werth
darauf legen würde die Handschriften von
möglichst allen ihren Dichtungen für das
Museum der Stadt Wien zu erhalten,
Mein Brief ist sichtlich mißverstanden
worden, denn die Frau Baroninn antwortet mir
in wie immer überaus liebenswürdiger Weise
daß sie, was sie an Briefen von Grillparzer,
Bauernfeld u. A. [.], besitzt, zusammensuchen
und dem Museum testamentarisch vermachen
wird.
Dasselbe wird gewiß auch dafür sehr
dankbar sein, legt aber einen weit höheren
Werth darauf die Dichtungen der Frau
Baroninn wenn möglich sagen wir in der
Urschrift zu erhalten,
Ich vermuthe daß auch Sie meinen,
gestrigen Brief lasen, und meine heutigen
Mittheilungen volle Aufklärungen bringen,
Wien
Telephon 8969.
Werthes Fräulein!
Gestern schrieb ich über Ansuchen
des Herrn Diretor Probst an Ihre
Excellenz die Frau Baroninn Ebner daß
man an betreffender Stelle allen Werth
darauf legen würde die Handschriften von
möglichst allen ihren Dichtungen für das
Museum der Stadt Wien zu erhalten,
Mein Brief ist sichtlich mißverstanden
worden, denn die Frau Baroninn antwortet mir
in wie immer überaus liebenswürdiger Weise
daß sie, was sie an Briefen von Grillparzer,
Bauernfeld u. A. [.], besitzt, zusammensuchen
und dem Museum testamentarisch vermachen
wird.
Dasselbe wird gewiß auch dafür sehr
dankbar sein, legt aber einen weit höheren
Werth darauf die Dichtungen der Frau
Baroninn wenn möglich sagen wir in der
Urschrift zu erhalten,
Ich vermuthe daß auch Sie meinen,
gestrigen Brief lasen, und meine heutigen
Mittheilungen volle Aufklärungen bringen,