alles spüre was in euch vorgeht, ihr glaubt mich
belügen zu können? Wie armseelig ihr seit. Glauben
sie wirklich ich weis nicht, dass sie so unter dem Einfluss
des Carl stehen, dass sie sein Verbot mit mir zu sprechen
halten wollen? Ich hätte ihnen mehr Geschmack und Tackt
zugetraut. Halten sie ruhig was Carl ihnen aufgetragen
hat, aber zu mir brauchen sie dann nicht zu kommen,
die Frau Fr. interessiert mich nicht, geht mich nichts
an.” Sie gab alles zu, sagte: „Jetzt spreche ich doch
mit ihnen” Nun kann ich nichts mehr schreiben.
Wir sprachen bis 1/4 10 Uhr, was weis ich nicht mehr.
Ich war ja so fürchterlich erschöpft. Inzwischen kam
auch noch mein Vetter Heinerich, der mich allein
sprechen wolte. Er will mein Urteil über eine Herzens=
angelegenheit von mir, ob er sich über Gesellschaftliche
Vorurtheile hinwecksetzen soll! Näheres weis ich noch
nicht. Kaum war er fort, besuchte mich Traute, die
aber gil sitzen blieb, so dass Fr. Fr. gehen musste, ohne
dass wir fertig gesprochen hätten. Beim weggehen bat
ich sie, ja ihren Fliederzweig nicht zu vergessen, sie
verstand sofort und nahm ihn mit.
Nur noch so viel: Sie liebt Carl und glaubt sich wieder=
geliebt. Sie will aber die Beziehung abbrechen, da Carl
sich nicht von der Mila trennen will, weil er sie
auch liebt. Ich sagte: „warum hat er aber mir immer
gesagt er liebt Mila nicht? Warum hat Mila mir
gesagt, der Carl hätte ihr gesagt eigentlich liebe er mich?
Was ist da für ein Durcheinander?” Fr. Fr. sagte mir
Carl will sie durchaus von mir trennen, und sie
hat den Eindruck als wäre das ganze ein Kampf
zwischen Carl und mir.
Ich glaube: „Carl will sie schon los sein, da die Mila
von ihm verlangt hat, er soll sie frei geben und Fr. Fr.
heiraten, nach dem er sie liebt.
Fr. Fr. will Carl der Mila zu liebe frei geben!
[seitlich:] Carl hatte den halben Flieder bezahlt.
belügen zu können? Wie armseelig ihr seit. Glauben
sie wirklich ich weis nicht, dass sie so unter dem Einfluss
des Carl stehen, dass sie sein Verbot mit mir zu sprechen
halten wollen? Ich hätte ihnen mehr Geschmack und Tackt
zugetraut. Halten sie ruhig was Carl ihnen aufgetragen
hat, aber zu mir brauchen sie dann nicht zu kommen,
die Frau Fr. interessiert mich nicht, geht mich nichts
an.” Sie gab alles zu, sagte: „Jetzt spreche ich doch
mit ihnen” Nun kann ich nichts mehr schreiben.
Wir sprachen bis 1/4 10 Uhr, was weis ich nicht mehr.
Ich war ja so fürchterlich erschöpft. Inzwischen kam
auch noch mein Vetter Heinerich, der mich allein
sprechen wolte. Er will mein Urteil über eine Herzens=
angelegenheit von mir, ob er sich über Gesellschaftliche
Vorurtheile hinwecksetzen soll! Näheres weis ich noch
nicht. Kaum war er fort, besuchte mich Traute, die
aber gil sitzen blieb, so dass Fr. Fr. gehen musste, ohne
dass wir fertig gesprochen hätten. Beim weggehen bat
ich sie, ja ihren Fliederzweig nicht zu vergessen, sie
verstand sofort und nahm ihn mit.
Nur noch so viel: Sie liebt Carl und glaubt sich wieder=
geliebt. Sie will aber die Beziehung abbrechen, da Carl
sich nicht von der Mila trennen will, weil er sie
auch liebt. Ich sagte: „warum hat er aber mir immer
gesagt er liebt Mila nicht? Warum hat Mila mir
gesagt, der Carl hätte ihr gesagt eigentlich liebe er mich?
Was ist da für ein Durcheinander?” Fr. Fr. sagte mir
Carl will sie durchaus von mir trennen, und sie
hat den Eindruck als wäre das ganze ein Kampf
zwischen Carl und mir.
Ich glaube: „Carl will sie schon los sein, da die Mila
von ihm verlangt hat, er soll sie frei geben und Fr. Fr.
heiraten, nach dem er sie liebt.
Fr. Fr. will Carl der Mila zu liebe frei geben!
[seitlich:] Carl hatte den halben Flieder bezahlt.