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Lieber Doctor Grotte! 11. März 1918
Ich halte es für umöglich Ihnen heute
zu schreiben, was ich schreiben möchte;
aber ich will es doch versuchen.
Freitag den 8. Mittag bei Mutter, es geht ihr wieder
gut, Nachmittag geschlafen, dann eine Stunde
in der Stadt spatzieren gegangen. Im Café
fand ich dann Fr. Fr. vor. Sie sprach eine Stunde,
dann kam B., als sie Abends fort ging, sagte ich
„Verzeihen sie gnädige Frau, aber ich versuche ver=
gebens mich zu erinnern was sie gesagt haben,
ich glaube, ich habe garnicht zugehört” Dann gab ich
ihr meinen Brief.
Ich war so ganz wo anders mit meinen Ge=
danken! Dann habe ich mit Mutter, meinen
Bruder, Traute und B. Abend gegessen. Um
10 Uhr kam K.A. wir setzten uns an einen
andern Tisch. Er sagte: „Nun was sagte Fr. Fr?“
„Ich habe es vergessen” „Hat sie sie nicht um Verzeihung
gebeten?” „Ich glaube ja, aber das ist doch garnicht
notwendig!” Was ist geschehen? „Gehen sie zu
Fr. Fr. sie soll Ihnen meinen Brief zeigen”
Lieber Doctor Grotte! 11. März 1918
Ich halte es für umöglich Ihnen heute
zu schreiben, was ich schreiben möchte;
aber ich will es doch versuchen.
Freitag den 8. Mittag bei Mutter, es geht ihr wieder
gut, Nachmittag geschlafen, dann eine Stunde
in der Stadt spatzieren gegangen. Im Café
fand ich dann Fr. Fr. vor. Sie sprach eine Stunde,
dann kam B., als sie Abends fort ging, sagte ich
„Verzeihen sie gnädige Frau, aber ich versuche ver=
gebens mich zu erinnern was sie gesagt haben,
ich glaube, ich habe garnicht zugehört” Dann gab ich
ihr meinen Brief.
Ich war so ganz wo anders mit meinen Ge=
danken! Dann habe ich mit Mutter, meinen
Bruder, Traute und B. Abend gegessen. Um
10 Uhr kam K.A. wir setzten uns an einen
andern Tisch. Er sagte: „Nun was sagte Fr. Fr?“
„Ich habe es vergessen” „Hat sie sie nicht um Verzeihung
gebeten?” „Ich glaube ja, aber das ist doch garnicht
notwendig!” Was ist geschehen? „Gehen sie zu
Fr. Fr. sie soll Ihnen meinen Brief zeigen”