Lorenz, Alfred Ottokar: Brief an Franz Schalk. Coburg, 14.8.1917
anzuwenden vermöchten.
Ich hoffe, dass ich mit dieser unbescheidenen
Bitte nicht Ihre Ferienruhe störe.
Wir haben die Spielzeit dieses Jahr schon ein
Monat früher als sonst am 1. August be=
gonnen, da das Theaterbedürfnis bei uns
seit dem 2ten Jahr des Krieges noch grösser
ist als früher! Die Kunst blüht
hier, wie noch nie; nur durch Männernot
im Chor etwas eingeschränkt.
Mit kollegialen Grüssen verbleibe ich
Ihr Sie hochverehrender
ergebener
Alfred Lorenz
Hzgl. S Generalmusikdirektor
Coburg