Lucka, Emil: Brief an Franz Servaes. Wien, 1.2.1916
scheint es jetzt auch mehr Bemerkenswertes zu geben.
Meine Bewunderung für Dich hält an! nicht jedoch
meinte ich - und schrieb ichs, so war es schlecht ausgedrückt! -
dass ich niemals solche glühende Gefühle gekannt habe! Im
Gegenteil! Ich leide noch heute daran, dass ichs
tat, und habe noch jetzt Zeiten tiefster Depression von
damals her. Du aber bist froh und glücklich - das ist
der Unterschied! Du wirst jetzt meine Bewunderung
verstehen!
Den zweiten, mir von anderer Hand verheißenen
Brief habe ich nicht bekommen! Kein Zweifel, dass man
sich als Dritter albern und unnötig vorkommt! Wie
ein Kieselstein zwischen brennenden Bergen! Wie
schäbig!
Ich habe das Gefühl, dass Dir alles gut gelingen,
glücken wird! Wie, das weiß ich nicht! Aber wenn