Kunst= und Kulturrat
Freie Arbeitsgemeinschaft für Kunst und Kultur
Salzburg ٭ Wien ٭ München
Zentralstelle: Salzburg, Haydnstr. 6, für Deutschland Gmain bei Reichenhall
Grossgmain bei Salzburg
am 10/2 19.
Verehrter Freund!
Meine letzten Briefe blieben unbeantwortet. Warum?!
Sie sehen, dass wir inzwischen eine Zeitschrift begründet haben,
die die Einleitung zu einer ganzen Reihe von Unternehmungen
auch (dramatischer) sein wird.
Wie ich höre, ist von Ihnen ein Büchlein über Johann Strauss
erschienen. Mein Freund Ledwinka vom Mozarteum gibt in diesem
Monat einen Koncertabend Lanner-Strauss und möchte auf dem
Programm etwas aus Ihrem Büchlein abdrucken. Ich bitte für ihn
um die Erlaubnis, senden Sie mir auch ein Buchexemplar zur
Besprechung im Kunst= und Kulturrat.
Was meine Burgtheaterangelegenheit anbetrifft, so ist
auch Heine, der sich früher für das Stück begeisterte, abtrünnig geworden.
Er will für eine Aufführung an einem anderen Theater in Wien die
Senders zur Verfügung stellen. Eine solche andere Bühne hat sich noch nicht
gefunden; ich halte aber nach wie vor das Burgtheater verpflichtet.
Mit der Klage geht es nicht. Wen sollen wir klagen?
Was tun die andern Autoren? Können wir vielleicht nicht gemeinsam
die Aufführungen erzwingen durch eine Aktion bei der Regierung?
Ich bitte schreiben Sie mir darüber eine Zeile, ich komme wahrscheinlich
noch diesen Monat nach Wien, wo sich das Übrige finden wird.
Mit schönsten Grüssen Ihr ergebenster
Joseph Aug. Lux
Freie Arbeitsgemeinschaft für Kunst und Kultur
Salzburg ٭ Wien ٭ München
Zentralstelle: Salzburg, Haydnstr. 6, für Deutschland Gmain bei Reichenhall
Grossgmain bei Salzburg
am 10/2 19.
Verehrter Freund!
Meine letzten Briefe blieben unbeantwortet. Warum?!
Sie sehen, dass wir inzwischen eine Zeitschrift begründet haben,
die die Einleitung zu einer ganzen Reihe von Unternehmungen
auch (dramatischer) sein wird.
Wie ich höre, ist von Ihnen ein Büchlein über Johann Strauss
erschienen. Mein Freund Ledwinka vom Mozarteum gibt in diesem
Monat einen Koncertabend Lanner-Strauss und möchte auf dem
Programm etwas aus Ihrem Büchlein abdrucken. Ich bitte für ihn
um die Erlaubnis, senden Sie mir auch ein Buchexemplar zur
Besprechung im Kunst= und Kulturrat.
Was meine Burgtheaterangelegenheit anbetrifft, so ist
auch Heine, der sich früher für das Stück begeisterte, abtrünnig geworden.
Er will für eine Aufführung an einem anderen Theater in Wien die
Senders zur Verfügung stellen. Eine solche andere Bühne hat sich noch nicht
gefunden; ich halte aber nach wie vor das Burgtheater verpflichtet.
Mit der Klage geht es nicht. Wen sollen wir klagen?
Was tun die andern Autoren? Können wir vielleicht nicht gemeinsam
die Aufführungen erzwingen durch eine Aktion bei der Regierung?
Ich bitte schreiben Sie mir darüber eine Zeile, ich komme wahrscheinlich
noch diesen Monat nach Wien, wo sich das Übrige finden wird.
Mit schönsten Grüssen Ihr ergebenster
Joseph Aug. Lux