Michalek, Ludwig: Brief an Franz Karl Ginzkey. Gmunden, 29.7.1927
Bis etwa 18. August sind meine
Frau und ich hier - dann sollen
wir - wie ich Ihnen schon mitteilte -
nach Hof-Gastein zur Badekur.
Wenn wir uns auf der Fahrt nach
Hof-Gastein ganz kurz in Salzburg
aufhalten sollten, werden wir sicher
Ihrer so lieben Einladung, Sie zu besuchen,
folgen, u versuchen, ob Sie da
gerade zu Hause sind.
Nehmen Sie nochmals meinen
herzlichsten Dank für Ihre so freund=
lichen Erfolgreichen Bemühungen
für meine neue Beethoven-Radierung
entgegen. - Ihre Empfehlung
und Vermittlung an Höllriegl, ist
wohl die beste Propaganda, die ich
mir nur wünschen konnte - und
so viel mehr, als um was ich Sie
gebeten - da ich doch nur um
die Nennung einer guten,
renomierten Buch-Kunst-Handlung
bat - Also vielen herzlichen Dank
u schönste Grüße an Sie u Ihre Lieben
In alter Treue u Ergebenheit
Ludwig Michalek
Von meinen Lieben herzlichste Grüße.